KJÖ: Es gibt eine Alternative zur kapitalistischen Ausbeutung

Vertreter der KJÖ bei der Diskussionsveranstaltung zur Oktoberrevolution

Am Mittwoch führten 36 kommunistische Jugendverbände in Sotschi eine Veranstaltung durch, die dem 100. Jahrestag der Oktoberrevolution gewidmet war. Wir dokumentieren nachstehend den Redebeitrag eines Vertreters der Kommunistischen Jugend Österreichs (KJÖ).

Die Große Sozialistische Oktoberrevolution von 1917 war die erste Revolution ihrer Art. Die Revolution hat gezeigt, dass die Arbeiterklasse dazu in der Lage ist, das System des Kapitalismus zu überwinden. Mit dieser Tatsache reichte ihre Strahlkraft weit über die russischen Staatsgrenzen hinaus und wirkte tief auf die weltweite Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker ein. Sie beendete das große Völkerschlachten des Ersten Weltkriegs. In Österreich und Deutschland wurden die Monarchien niedergerungen und der Schritt weiter versucht und mitunter auch getan. In Ungarn kam es zu einer sozialistischen Revolution, und der italienische Staat wurde durch heftige Streiks und Aufstände erschüttert. Nur um ein paar unmittelbare Auswirkungen zu nennen.Die Verdienste des aus der Revolution entstandenen sozialistischen Lagers sind zu zahlreich, um sie allesamt zu nennen. Sie beinhalten zuvor undenkbare Fortschritte für die Bevölkerung der sozialistischen Länder, die Niederringung des Nazi-Faschismus und die Unterstützung der antikolonialen Befreiungskämpfe des 20. Jahrhunderts. Die Konterrevolution und der darauf folgende reaktionäre Backlash führten zu einer großen Lücke in der kommunistischen Weltbewegung. Seit diesem Moment hat der Kapitalismus ein noch aggressiveres Auftreten etabliert, und das Kapital hat in einem weltumfassenden Rahmen zum verstärkten Angriff auf unsere Rechte geblasen.

Aber diese Offensive bedeutet nicht das Ende der Geschichte der Klassenkämpfe. Die wissenschaftlich-sozialistische Analyse des Imperialismus von Lenin ist nach wie vor genauso richtig wie die Einsicht in die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus von Marx und Engels.

Als Kommunistinnen und Kommunisten wissen wir: Egal wie sehr sich der Kapitalismus als alternativlos präsentiert, und egal wie sehr die Bourgeoisie über den Sozialismus lügt und ihn als ein gescheitertes System der Vergangenheit hinzustellen versucht – es gibt eine Alternative zur kapitalistischen Ausbeutung und zur imperialistischen Repression. Wir wissen, dass die Konterrevolution nicht das Ende der Geschichte markiert.

Für uns ist die zentrale Lehre der Oktoberrevolution, dass ein System frei von der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nicht vom Himmel fällt und uns nicht geschenkt wird, sondern des konsequenten und ausdauernden Kampfes für dieses System bedarf. Es braucht den Kampf in den Schulen, an den Arbeitsplätzen, in den Universitäten und auf der Straße – auf allen Ebenen der Gesellschaft. Unsere Pflicht als kommunistische Jugendorganisationen ist es, an der Spitze dieser Kämpfe zu stehen.

Der nächste rote Oktober wird kommen!

Hoch die Oktoberrevolution!

Hoch die kommunistischen Jugendorganisationen der Welt!

Hoch die internationale Solidarität!

 

Fotonachweis

  • Vertreter der KJÖ bei der Diskussionsveranstaltung zur Oktoberrevolution: KJÖ