16. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden – Venezuela 2005


Weltfestspiele
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Weltfestspiele umarmen Sozialforum
Im Theater Teresa Carreño wurde die Mobilisierung für das Weltsozialforum gestartet
Podium bei der Veranstaltung zum SozialforumErstmals soll im kommenden Jahr das Weltsozialforum dezentral an mehreren Orten durchgeführt werden. Neben Afrika und Asien wird es auch auf dem amerikanischen Kontinent eine Abteilung dieser Grossveranstaltung der globalisierungskritischen Bewegung geben, und zwar vom 24. bis 29. Januar in Venezuela. Die Vorbereitungsphase wurde nun bei den Weltfestspielen eingeläutet.

Im Theater Teresa Carreño im Zentrum von Caracas diskutierten Vertreter der kubanischen Gewerkschaften, der Indigena-Bewegung Ecuadors, der Studierenden Brasiliens und Mitorganisatoren der bisherigen amerikanischen und Weltsozialforen über die bevorstehende Veranstaltung. Wer die oft mühsamen Diskussionen in Europa und besonders in Deutschland gewohnt ist, wurde von diesen Debatten angenehm überrascht. Taktische Rücksichtnahme gegenüber gemässigten Bündnispartnern wurde hier nicht an den Tag gelegt. Vielmehr war man sich auf dem Podium und im nach Hunderten zählenden Publikum einig, dass einem Forum gegen den neoliberalen Kapitalismus “gerade in Zeiten der Offensive des Imperialismus” eine besondere Bedeutung zukomme. Die Vertreterin der ecuadorianischen Indigena-Organisation CONAIE hob hervor, dass auch in ihrem “klitzekleinen” Land der Kampf gegen den Neokolonialismus der USA geführt werde und unterstrich, dass nur Cuba und Venezuela ihre Bewegung gegen das zwischen Kolumbien und den USA geschlossene Freihandelsabkommen unterstützt haben.

Für die kubanischen Gewerkschaften stand hingegen die von den USA angestrebte Freihandelszone ALCA im Mittelpunkt. Zwar sei es ein grosser Erfolg, dass die Freihandelszone nicht, wie ursprünglich geplant, am 1. Januar diesen Jahres in Kraft getreten sei, aber man müsse aufpassen, da die USA ihre Pläne noch nicht aufgegeben hätten. Deshalb sei das “amerikanische Kapitel” des Weltsozialforums von grosser Bedeutung für die Fortsetzung des internationalen Kampfes gegen die Pläne des Imperiums.

Vertreter der Sozialforumsbewegung erinnerten an die Wurzeln der globalisierungskritischen Bewegung. Neben Seattle und dem Aufstand der Zapatisten sei auch der “Caracazo” von 1989 einer der Ursprünge. Im Februar 1989 hatten Tausende von Einwohnern von Caracas gegen Preiserhöhungen protestiert, die von dem damaligen sozialdemokratischen Präsidenten Carlos Andrés Pérez durchgeführt worden waren. Der blutigen Repression fielen unabhängigen Schätzungen zufolge damals mehr als 5000 Menschen zum Opfer.

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   13.08.2005

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