16. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden – Venezuela 2005


Weltfestspiele
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Krise zwischen Kolumbien und Venezuela
Regionales Vorbereitungskomitee unterstützt Position des Präsidenten Chávez

Zwischen Venezuela und Kolumbien ist es in den letzten Tagen zu einer heftigen diplomatischen Krise gekommen. Ausgelöst wurde der Streit dadurch, daß Kolumbien ein Mitglied der Revolutionären Stretkräfte Kolumbiens (FARC, die älteste und größte Guerrilla Lateinamerikas), der sich ohne Wissen der venezolanischen Behörden in Caracas aufhielt, durch venezolanische Offiziere entführen ließ. Kolumbien zahlte den Kidnappern dafür rund eine Million Dollar. Venezuela weist diese Einmischung in die inneren Angelegenheiten scharf zurück und hat den Botschafter aus Kolumbien zurückgerufen sowie alle Wirtschaftsbeziehungen eingefroren. Weitere Informationen zu diesen Ereignissen findet Ihr auf der Homepage des Netzwerks Venezuela.

Das Regionale Weltfestspiele-Vorbereitungskomitee im venezolanischen Grenzstaat Zulia hat sich in dieser Auseinandersetzung voll auf die Seite der venezolanischen Regierung gestellt. Wir dokumentieren nachstehend die Erklärung des Komitees.

Maracaibo, 17. Januar 2005

 

Herrn

Álvaro Uribe Vélez

Präsident der Bruderrepublik Kolumbien

– Büro –

Zur Kenntnis: Herrn Konsul der Republik Kolumbien in Maracaibo, Zulia

Empfangen Sie und das kolumbianische Volk einen respektvollen und herzlichen Gruß des Regionalen Vorbereitungskomitees der XVI WELTFESTSPIELE DER JUGEND UND STUDIERENDEN, CARACAS – VENEZUELA 2005, gebildet aus politischen, sozialen und Jugendorganisationen des Staates Zulia, sowie durch den Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ).

Hiermit möchten wir gegenüber Ihrem Büro in erster Linie unsere große Besorgnis gegenüber der jüngsten Ereignisse der Nichtrespektierung und Verletzung unserer Souveränität durch das Überschreiten der Grenze und, noch schlimmer, durch die Bestechung venezolanischer Militärangehöriger durch das Verteidigungsministerium Ihres Landes ausdrücken. Diese Haltung beeinträchtigte mit vollem Recht die politischen und Wirtschaftsbeziehungen zwischen unseren beiden Bruderrepubliken. Wir unterstützen, was unser Präsident Hugo Chávez sagte: „Vor und über allem verbinden uns enge Bande der Brüderlichkeit und der Liebe mit dem kolumbianischen Volk…“ Es sind historische Verbindungen, die durch die republikanischen Prinzipien und die Kämpfe unserer Vorfahren für die Befreiung der lateinamerikanischen Völker von der spanischen Kolonialherrschaft geprägt sind. Simón Bolívar, Antonio Nariño, Rafael Urdaneta und andere waren Kämpfer für ihre freiheitlichen Ideale, sowohl auf kolumbianischem als auch auf venezolanischem Gebiet. In diesem Sinne teilen wir die selbe Nationalität, die selbe Fahne, die selben Ideale, die selben Kämpfe gegen den selben Unterdrücker, das selbe große Vaterland, von dem Bolívar träumte – und wie es Groß-Kolumbien darstellte – und heute teilen wir die Werte unserer Kultur, die über politische, ökonomische und Handelsaktivitäten hinausgehen.

Unsere territorialer und Luftraum wurde verletzt, deshalb erklären wir:

  1. Wir unterstützen fest und ohne Vorbehalte die Position der Regierung Venezuelas, wie sie durch unseren Staatschef Hugo Chávez national und international ausgedrückt wurde.
  2. Wir verurteilen die Entführung des kolumbianischen Revolutionärs Rodrigo Granda unmittelbar nach der Beendigung des Bolivarianischen Kongresses der Völker. Es ist nicht hinzunehmen, daß internationale Veranstaltungen, bei denen sich Revolutionäre aus aller Welt treffen, um sich mit dem bolivarianischen Prozeß zu solidarisieren, zu einer Falle werden, um Aktivisten der revolutionären Organisationen der Welt zu jagen.
  3. Wir weisen diese abscheuliche Handlung zurück, die alle Anzeichen der Provokation und Unterdrückung trägt, die von der Regierung in Washington und ganz besonders von den Agenten der CIA entworfen, geleitet und durchgeführt werden.
  4. Wir verurteilen die grobe und nicht hinnehmbare Verletzung der Souveränität Venezuelas durch die Polizeikräfte Ihres Landes und der Vereinigten Staaten. Wir haben Gründe festzustellen, daß die Übergriffe und Handlungen des kolumbianischen Geheimdienstes einem von der CIA entworfenen Plan gehorchen. Das ist für das Volk und die Regierung Venezuelas nicht hinzunehmen, deshalb müssen wir dieser Aggression ein Ende setzen.
  5. Wir verurteilen die feindliche Haltung, die Sie und Ihr Kabinett gegenüber so heiklen Tatsachen, wie sie die Bestechung aktiver Offiziere unserer Streitkräfte und, mehr noch, die Verletzung unserer Souveränität darstellen. Deshalb fordern wir eine sofortige Erklärung der Regierung Kolumbiens, die ihre kriegerische Position bei den jüngsten Ereignissen berichtigt.

Wir wiederholen im Namen unseres Volkes den ehrlichen Wunsch nach einer Normalisierung unserer politischen und diplomatischen Beziehungen und setzen uns ein für ein Ende der Feindseligkeit und der Gewalt, die heute das einfache Volk unserer Schwester Kolumbien erlebt und erleidet.

Abschließend und in der Hoffnung auf einen glücklichen und herzlichen Ausweg aus den bedauerlichen Schwierigkeiten zwischen Geschwistern, verabschiedet sich

mit freundlichen Grüßen

das Regionale Vorbereitungskomitee Zulia der XVI WELTFESTSPIELE DER JUGEND UND STUDIERENDEN (CRP-Zulia)

und der WELTBUND DER DEMOKRATISCHEN JUGEND

CRP-Zulia

Übersetzung: André Scheer

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   20.01.2005

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